Omas Teekanne

 

In Graz am Nikolaiplatz 1 findet man seit mittlerweile 2 Jahren die Teebar / das Kaffeehaus Omas Teekanne. Es wurde 2016 von Yuno Khripunova und ihrer Partnerin Sandra Auer gegründet und seitdem führen die beiden das süße Lokal, welches nicht mehr nur Kaffee, Tee und Kuchen anbietet, sondern auch Workshops wie upcycling von altem Gewand, Porzellan bemalen und vieles mehr. Zusätzlich veranstalten sie im Frühling das „Festival der Selbermacher“ und im Winter den „Grieskindlmarkt“. Bei diesen Events bekommen lokale Designer die Möglichkeit ihre Kreationen zu verkaufen und Besucher können an verschiedenen Workshops teilnehmen. Im Herbst gibt es dann noch das „Vintage-Festival“ bei dem man zum Beispiel alte Bücher verkaufen kann und auch wieder Workshops angeboten werden. Letztes Jahr konnte man sticken lernen.

 

Omas Teekanne ist aber kein typisches Kaffeehaus alleine das Ambiente und die Einrichtung unterscheiden sich von den anderen Cafés in Graz. Die Vintage Möbel waren größtenteils Geschenke oder wurden auf Willhaben und Flohmärkten zusammengesucht und dann neu tapeziert.

 

       

 

Für die Eigentümerinnen Yuno und Sandra war klar, sie wollen nicht einfach nur das nächste Café in Graz eröffnen und haben sich deswegen dazu entschieden sich hauptsächlich auf Tee zu spezialisieren. Aus diesem Grund kann man bei ihnen den Tee nicht nur trinken, sondern auch essen, denn er wird auch zum Kochen und Backen verwendet. Besonders ist auch der Shop, welchen sie mit dem Kaffeehaus gemeinsam betreiben. Dort verkaufen sie neben selbst designten Porzellantellern auch Tassen und Häferl.

 

     

 

Doch bevor Omas Teekanne gegründet und eröffnet werden konnte war es ein langer und manchmal schwieriger Weg mit ein paar Zwischenstopps:

 

Die Eigentümerin Yuno Khripunova ist in Russland geboren und aufgewachsen und kam erst 2011 nach Österreich. Kreativität spielte für sie immer schon eine wichtige Rolle und deswegen besuchte sie neben ihrer normalen Schule nachmittags noch eine Kunstschule. Nach ihrer Schulzeit hätte sie gerne etwas im kreativen Bereich weitergemacht und wollte Design studieren, musste sich dann aber um entscheiden und wählte Germanistik. Nach ihrem Studium begann sie Deutsch zu unterrichten doch ihr Plan war es immer nach Deutschland ziehen um dort ihre Promotion zu machen. Aber wie das Leben manchmal so spielt kam die Liebe dazwischen. Sie lernte einen Kärntner kennen, verliebte sich in ihn und entschied sich nach Österreich zu ziehen aber nur unter der Bedingung, dass sie vorher einen Job findet. Nach zahlreichen Bewerbungen bekam sie eine Zusage von einer Holzfirma die sie als Übersetzerin von Treffen und Konferenzen anstellen würde. Doch obwohl sie schon eine Festanstellung hatte, lehnte der Staat Österreich ihren Antrag auf ein Arbeitsvisum ab. Um aber doch ein Visum zu bekommen, haben ihr Freund und sie sich dazu entschieden zu heiraten. Nach der Hochzeit wurde ihr für 1 Jahr eine Arbeitserlaubnis ausgestellt und sie konnte zu arbeiten beginnen. Sie bemerkte aber schon früh, dass ihr dieser Job nicht gefällt und kündigte deshalb nach 2 ½ Jahren. 2014, nach der Kündigung entschied sie sich zu ihrem Mann, der zwischenzeitlich wegen eines Jobs nach Graz umgezogen ist, zu ziehen. In Graz hat sie zuerst angefangen in einer Sprachenschule Deutsch als Fremdsprache und Wirtschaftsrussisch zu unterrichten. In derselben Schule lernte sie jemanden kennengelernt und gemeinsam wollten die beiden eine eigene Sprachenschule gründen und sich selbstständig machen. Doch aus diesem Plan wurde nichts und sie fing an in einem Community Center zu arbeiten. Dort lernte sie ihre jetzige Köchin und Partnerin Sandra kennen und dies führte schlussendlich zu der Gründung von Omas Teekanne.

 

Trotz allem was sie schon erreicht und organisiert haben, gibt es trotzdem genug Pläne für die Zukunft. Zwei davon sind zum Beispiel ihr eigenes Kochbuch herauszubringen und neue Mitarbeiter einzustellen um mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

 

Omas Teekanne ist definitiv einen Besuch wert egal ob als Tourist oder Einheimischer!

 

Das Projekt wird von der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich kofinanziert.
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