Über Unternehmer mit Migrationshintergrund in Ljubljana, Graz und Triest

Die Präsentation von Beispielen guter Praxis der Inklusion und Stärkung von Migranten in den Städten Graz und Triest fand am 24. April 2018 im Rathaus von Ljubljana statt.

Nach der Eröffnungsrede von Lilijana Madjar, MSc, Leiterin der Regionalen Entwicklungsagentur für die urbane Region Ljubljana (RRALUR), präsentierte Jure Gombač, PhD, als Projektleiter das Projekt Urban Diversity.

Anschließend sprach Jani Kozina, PhD, über Kreativität als eine immer präsentere und wertvollere Qualität auf dem Arbeitsmarkt und kreatives Umfeld als immer stärker erstrebenswert zur Erreichung guter Ergebnisse. Ein kreatives Umfeld zieht Migranten an, die es zugleich mitgestalten. Der erste Vortragsreihe wurde mit einem Referat über die Bedeutung von zugänglicher Information für die erfolgreiche Integration von Migranten durch Martina Bofulin, PhD, abgeschlossen.

Die Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz ist seit mehr als zehn Jahren als Bindeglied zwischen Firmen und der öffentlichen Verwaltung in Graz tätig. Sie unterstützt Unternehmen, die in den Bereichen Kreativität, Ökologie, Tourismus, Biotechnologie und Umweltwissenschaften tätig sind. Die Abteilung fördert die Mietkosten während der ersten drei Jahre der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Jährlich scheitern nur 5% der unterstützten Firmen, was deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt liegt. Es gibt auch die Möglichkeit zur einjährigen finanziellen Unterstützung für Coworking- und Crowdfunding-Firmen. Migranten, die Unterstützung bei der Wirtschaftskammer suchen, haben die Möglichkeit Übersetzungen aus bzw. in verschiedene Sprachen zu erhalten. Die Abteilung veröffentlichte auch ein Handbuch, das wichtige Informationen für Migranten bereithält, die eine Firma gründen möchten. Aktuell steht das Handbuch auf Kroatisch, Serbisch, Bosnisch, Russisch, Englisch und Türkisch zur Verfügung. Des Weiteren unterstützt die Abteilung Asylwerber mit Informationen, da diese bestimmte Tätigkeiten durchführen dürfen. Ein Schneider kann etwa ohne formal bestätigte Ausbildung keine Kleider nähen, doch darf er Taschen herstellen. In Kooperation mit der Wirtschaftskammer werden auch unterschiedliche Fortbildungsprogramme organisiert.

Die Organisation Kallipolis hat ihren Sitz in Triest und führt unterschiedliche Projekte in Italien und im Ausland durch. Ziel ist die Hilfe für Personen in unterschiedlichen Situationen und die Gestaltung inklusiver Städte. Die Projekte der Organisation unterstützen Migranten durch unterschiedliche Aktivitäten und Bewusstseinskampagnen zu sozialen Themen bei der Integration, wobei sowohl Immigranten als auch die lokale Bevölkerung angesprochen wird. Cecilia Corsini präsentierte Projekte, die in Italien, Albanien und im Libanon bereits abgeschlossen oder noch in Durchführung begriffen sind.

Das Projekt wird von der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich kofinanziert.
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